Die Kugelbahn

KugelbahnFür ein Herstellung eines Kunstwerkes braucht man einen zündenden Funken, eine gestalterische Idee sowie das handwerkliche und technische Können.
Was die planenden Schüler sich überlegt haben, steht im folgenden Text zu lesen.

Die Idee der Kugelbahn – der Lauf durch ein Schuljahr an der GSF

  • Die Kugel: Sie ist ein Schüler / eine Schülerin dieser Schule. – Von den Anstrengungen des ver-gangenen Schuljahres erschöpft, ruht die Kugel zunächst am unteren Ende ihrer Bahn.
  • Der Aufzug:„Der Aufzug führt der Kugel auf ihrem Weg nach oben potentielle Energie zu.“, sagen die Physiker. – „Das ist ja wie bei uns in den Sommerferien.“, meinen die Konstruk-teure dieser Bahn. „Da tanken wir ja auch Energie für das kommende Schuljahr auf.“
  • Die Wegverzweigung: Kaum hat das Schuljahr begonnen, kaum hat die Kugel Geschwindigkeit auf ihrem Weg nach unten aufgenommen, steht die erste Entscheidung an: Welchen Weg soll sie nehmen? – Welches Projekt soll ich wählen?
  • Die Wippe: Die Wippe, alias das Praktikum: Heraus aus dem üblichen Schulalltag und nach kurzer Zeit wieder mit Schwung hinein!
  • Der Reckturner: Er steht – oder richtiger – er dreht sich für das Wintersportfest an unserer Schule.
  • Das Klangspiel: Das Klangspiel symbolisiert die GSF-Kulturwoche: „Kling, klang, – kling, klang“
  • Der Bus: Auf geht`s zur Klassenfahrt. – Hinein in den Bus und schon wieder heraus!
  • Der Fußballspieler: Er stößt an zum Sommersportfest!
  • Die Spirale: Noch mal schnell Fahrt aufnehmen und dann … das Schuljahr austrudeln lassen!
  • Die (roten) Bremsen: Ach ja! – Immer diese Energie zehrenden Klassenarbeiten zwischendurch!
  • Das Traggestell: Ein Trichter! – Der Fröndenberger Trichter? – Der Lerntrichter? – Da war doch `was !!

„So ist der Trichter ein Gefäß geworden, das die Geschichte von Arbeit und Technik einer kleinen Industriestadt, das Engagement von Kunst, Bürgerschaft und Schule und den ironischen Kommentar eines modernen, sich öffnenden Verständnisses von Bildung auf genommen hat. Denn der Trichter ist für Schüler und Lehrer nicht ein Zeichen des formalen passiven Lernens, des „Eintrichterns“, wie ihn die Nürnberger Initiatoren gedacht hatten, sondern ist ein Beispiel des aktiven, sich einmischenden Lernens.“
(vgl. Schulprogramm 2000 d. Städtischen Gesamtschule Fröndenberg, S.1)

Der Kettenantrieb:Fröndenberg und die Kette, eine Stadt und ihr Produkt!

Von der mittelalterlichen Kettenschmiede bis zur industriellen Fertigung moderner Antriebsketten – kaum ein anderes Erzeugnis prägte die Geschichte von Arbeit und Technik dieser Stadt mehr und verhalf ihr zu wirtschaftlicher Prosperität als eben diese Reihen ineinander greifender Glieder oder Ringe. Folgerichtig ist auch in diesem Fröndenberger Kunstobjekt eine Kette – die Kraft des Elektromotors transmittierend – der Kugel auf ihrem Weg nach oben förderlich. Es gebührt der Freiheit der Kunst, dass – nach so viel erklärenden Worten – es jedem Betrachter des Objektes selbst überlassen sein soll, sich „seinen eigenen Reim auf das zu machen“, was er beim Betrachten der Geschehnisse auf der Kugelbahn und um das Objekt herum wahrnimmt.

Zu guter Letzt:
„Die Kunst erschließt sich nur demjenigen, dem ein Licht aufgeht oder der genug Wind um die Kunst macht.“, sagt der Volksmund. Aber nicht deswegen, sondern weil die Gesamtschule Fröndenberg sich der ökologischen Erziehung und der Erhaltung unserer natürlichen Lebensgrundlagen, u.a. auch durch die Förderung des Gebrauchs regenerativer Energiequellen, verpflichtet hat, wird der für den Antrieb des Elektromotors benötigte Strom aus Sonnenlicht und Windenergie (siehe Haupteingang der GSF) gewonnen.