Projekte

Was ist eigentlich ein Projekt? Zunächst ein Zitat von H. Meyer:

Ein Projekt stellt den gemeinsam von Lehrern, Schülern, hinzugezogenen Eltern, Experten usw. unternommenen Versuch dar, Leben, Lernen und Arbeiten derart zu verbinden, dass ein gesellschaftlich relevantes, zugleich der individuellen Bedürfnis- und Interessenlage der Lehrer und Schüler entsprechendes Thema oder Problem innerhalb und ausserhalb des Klassenzimmers aufgearbeitet werden kann. Der Arbeits- und Lernprozess, der durch die Projektidee ausgelöst und organisiert wird, ist dabei ebenso wichtig wie das Handlungsergebnis oder Produkt, das am Ende des Projekts stehen soll.
[Hilbert Meyer im Buch Unterrichtsmethoden I (1987) im Text Ebenen methodischen Handelns auf Seite 144]

Die Durchführung von fächerübergeifenden Projekten ist in der GSF integraler Bestandteil der pädagogischen Arbeit und im Schulprogramm festgeschrieben. Jährlich finden in den Jahrgängen der Sekundarstufe I thematisch festgeschriebene Projekte statt:

Einmal jährlich findet in der Woche nach den Herbstferien die Projektwoche für alle Schüler statt. In der Regel arbeiten alle Projektgruppen zu einen Thema, welches jedes Jahr neu formuliert wird. Auf Initiative des “Arbetskreises Fröndenberger Schulen” wurde 2007 erstmalig eine Projektwoche in Kooperation mit den Grundschulen und der Förderschule durchgeführt: Kult-Tour 2007

Hier die Dokumentation von Schülern der GSF als PDF zum Download:

  Dokumentation Kult-Tour 2007 (580,9 KiB, 975 hits)


Kult-Tour 2007Fröndenberg. (rs) Fünf Tage, 60 verschiedene Arbeitsgruppen und über 2000 zufriedene Schüler, die gemeinsam schulübergreifend aktiv wurden – eine gelungene Premiere des ersten “Kult-Tour”-Großprojekts.

Nicht schlecht staunten viele Eltern, als sie die Ergebnisse ihrer Sprösslinge gestern Nachmittag in der Gesamtschule begutachteten – so vielfältig war das Themenangebot, mit denen sich die Schüler aller Fröndenberger Schulen eine Woche lang befassten. Dabei arbeiteten teilweise auch die Oberstufenschüler mit i-Männchen zusammen. Gemeinsam schufen sie zahlreiche Kunstwerke, widmeten sich historischen und technischen Themen oder frönten verschiedenen Sportarten.”

So etwas gab es noch nie in Nordrhein-Westfalen, dass alle Schulen einer Kommune miteinander kooperieren und eine gemeinsame Projektwoche auf die Beine stellen”, ist Christoph Meisel vom Arbeitskreis Fröndenberger Schulen mit dem Großprojekt zufrieden, auch wenn es beim Auftakt am vergangenen Montag kleinere logistische Probleme gab. So verliefen sich zunächst einige Grundschüler auf der Suche nach ihren Projekträumen in den Fluren der Gesamtschule, fanden aber bereits am Dienstag den direkten Weg in ihren Arbeitsraum. Heiß begehrt war zudem die Aulabühne, auf der gleich fünf verschiedene Gruppen ein musikalisches oder tänzerisches Projekt auf die Beine stellen wollten. “Da haben wir dann aber Lösungen gefunden, kurzerhand eine zweite Bühne gebaut und Lichttechnik in andere Räume geschafft”, erzählt Meisel.
Zahlreiche Lehrer hätten ihre Schüler während der Projektwoche einmal von völlig anderen Seiten kennen gelernt. “Das ist schon spannend, wenn einer, der in der Klasse sonst nie den Mund aufkriegt, beim Improvisationstheater auf einmal den Moderator macht, oder ein Schüler aus der 13. Jahrgangsstufe einem Grundschüler zeigt, wie man richtig cool zu Hiphop-Musik tanzt.”

Bei den durchweg positiven Rückmeldungen zur erstmals schulübergreifend angelegten Projektwoche, soll es sie auch im kommenden Jahr nach den Herbstferien geben. “Es wäre schön, wenn wir die Kult-Tour hier in Fröndenberg fest verankern können”, hofft Meisel.

[WR online 13.10.07]